Das Dilemma der Humboldtschule

Auf der einen Seite steht der Wunsch, Kindern sofort die bestmöglichen Lernbedingungen zu bieten – mit mehr Platz, besseren Räumen und guter Ausstattung. Auf der anderen Seite sind die finanziellen Mittel begrenzt, Planungen dauern lange und viele Kommunen kämpfen generell mit einem großen Investitionsstau im Bildungsbereich.
Die Humboldtschule arbeitet seit Jahren unter beengten Bedingungen, mit zu wenig Räumen und einem viel zu kleinen Speisebereich. Mit Blick auf die demografischen Entwicklungen steht die Stadt Zwickau derzeit vor der Aufgabe, ihre gesamte Schul- und Kitainfrastruktur neu zu bewerten. Im zuständigen Ausschuss wurde hierzu deutlich gemacht, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Einzelentscheidungen zu baulichen Maßnahmen an einzelnen Schulen getroffen werden sollen. Stattdessen wird im 3. bzw. 4. Quartal 2026 ein Gesamtkonzept für alle Schulen und Kitas in Zwickau erwartet, auf dessen Grundlage Prioritäten festgelegt und Maßnahmen abgeleitet werden können.
Wir werden diesen Prozess aufmerksam begleiten. Uns ist bewusst, dass Übergangs- und Zwischenlösungen, etwa durch temporäre Raumerweiterungen oder organisatorische Maßnahmen, geprüft werden müssen, um die Bedingungen an der Humboldtschule bis zu einer langfristigen Lösung zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt und ihr Lernumfeld muss verbessert werden.
