Die Tafel muss bleiben — und am Montag beginnt die Schule
Die Zwickauer Tafel und die Schulsozialarbeit hängen an einem Verein, der sich im Insolvenzeröffnungsverfahren befindet. Für uns steht vorweg fest, was in der Debatte zuletzt etwas unterging: Diese Angebote müssen erhalten bleiben. Sie sind für viele Menschen in unserer Stadt keine Nebensache, sondern Alltag — und für die Beschäftigten geht es um ihre Existenz.
Am kommenden Montag, dem 17. August, beginnt das Schuljahr. Die Schulsozialarbeit findet an Schulen statt, deren Träger die Stadt Zwickau ist. Ob dort am ersten Schultag jemand sein wird, ist öffentlich bislang nicht beantwortet. Das ist die Frage, die jetzt zählt — vor allen anderen.
Am 10. August 2026 erreichten uns von der Morgenpost Sachsen, bzw. TAG24 NEWS Deutschland folgende Fragestellungen:
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Wie bewertet Ihre Fraktion die Insolvenz des Trägervereins der Zwickauer Tafel?
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Sollte die Stadt Zwickau aus Ihrer Sicht Unterstützung leisten, damit die Tafel kurzfristig und dauerhaft weitergeführt werden kann? Wenn ja, wie sollte diese Unterstützung konkret aussehen? Wenn nein, warum nicht?
Am Folgetag äußerte sich unser Fraktionsgeschäftsführer wie folgt:
Die Insolvenz des Trägervereins der Zwickauer Tafel ist für uns zunächst vor allem eine Katastrophe für die Beschäftigten und die Menschen, die auf die Angebote der Tafel und der anderen Leistungen angewiesen sind. Der Trägerverein erfüllt eine wichtige soziale Funktion in unserer Stadt und muss nach Möglichkeit erhalten bleiben.
Eine Bewertung der Ursachen der Insolvenz können wir derzeit nicht seriös vornehmen. Uns fehlen dafür die konkreten finanziellen, organisatorischen und rechtlichen Hintergründe. Jetzt muss zunächst transparent aufgearbeitet werden, wie es zu dieser Situation kommen konnte und welche Bereiche des Vereins konkret betroffen sind.
Dabei geht es auch um die Finanzierung der verschiedenen Aufgaben. Insbesondere bei der Schulsozialarbeit werden öffentliche Mittel eingesetzt, die teilweise über den Landkreis an die Träger weitergeleitet werden. Wenn Beschäftigte dennoch über längere Zeit auf ihre Gehälter warten, muss nachvollziehbar geklärt werden, wie es dazu kommen konnte.
Für die BfZ steht fest: Wir wollen die Tafel erhalten und werden uns einem sinnvollen und rechtlich möglichen Unterstützungsweg nicht verschließen. Ein einfaches finanzielles Stopfen eines möglicherweise entstandenen Defizits kann es angesichts der äußerst angespannten Haushaltslage der Stadt Zwickau allerdings nicht geben. Dafür fehlen derzeit sowohl die notwendigen Informationen als auch die finanziellen Spielräume.
Für uns steht der Erhalt der sozialen Angebote des Vereins außer Frage. Wie eine Unterstützung konkret aussehen kann, muss allerdings auf Grundlage belastbarer Zahlen, transparenter Finanzierungsstrukturen und einer tragfähigen Lösung für die Zukunft entschieden werden.
Quelle:
Tag24 Artikel
