Günstig sanierte Straßen: Wie haltbar sind Zwickaus Dünnschichtbeläge?
Nachgefragt im Bau- und Verkehrsausschuss – BFZ-Stadtrat Eric Bretfeld erhält Antwort der Stadt
Zwickau setzt seit einigen Jahren verstärkt auf ein vergleichsweise günstiges Verfahren, um Straßen instand zu halten: sogenannte Dünnschichtbeläge. Doch wie gut halten diese Beläge nach mehreren Jahren und einem langen Winter mit tiefen Temperaturen? Das wollte unser Stadtrat Eric Bretfeld in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am 2. März 2026 von der Verwaltung wissen. Die Antwort des Baudezernats liegt nun vor.
Der Hintergrund
Als Beispiel nannte Eric Bretfeld die Wilhelm-Busch-Straße in Niederplanitz, die vor rund sechs Jahren mit einem Dünnschichtbelag saniert wurde. Der lange Winter habe dort inzwischen erste Schäden hervortreten lassen. Seine zwei Fragen: Ist die Verwaltung angesichts hoher Verkehrsdichte und ungünstiger Witterung überhaupt noch mit der Haltbarkeit zufrieden – und lassen sich solche Schäden zeitnah reparieren, um den guten Zustand zu erhalten?
Die Antwort der Stadt
Das Baudezernat verweist zunächst auf die angespannte kommunale Haushaltslage: Man setze bewusst auf Verfahren, die mit optimiertem Mitteleinsatz den Erhalt des Straßennetzes sichern. Der Dünnschichtbelag in Kaltbauweise (DSK) sei ein hocheffizientes, kostengünstiges und umweltschonendes Verfahren, das die Gebrauchseigenschaften der Fahrbahn wiederherstelle und die Nutzung für weitere Jahre sichere.
Wichtig ist dabei ein Punkt, den die Verwaltung selbst betont: Ein Dünnschichtbelag ist kein Ersatz für eine grundhafte Erneuerung. Er verschafft der Stadt lediglich zeitlichen Spielraum und schiebt – abhängig von Verkehrsbelastung und Vorschädigung des Untergrunds – die eigentliche, umfassende Sanierung nach hinten.
